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Fortbildungsveranstaltung „Die Prüfungsdidaktik in der mündlichen Abiturprüfung“


Am 2. Mail 2012 hielt Herr Professor Dr. Thomas Tinnefeld im Rahmen einer vom Schulamt der Stadt Frankfurt organisierten Fortbildungsveranstaltung für Gymnasiallehrer einen Vortrag zum Thema „Die Prüfungsdidaktik im mündlichen Abitur“. Die teilnehmenden Lehrerinnen und -lehrer – die zahlreiche, langjährig im Schuldienst tätige Pädagogen einschloss, von denen viele ihrerseits Leitungsfunktionen wie Studienleiter oder Fachbereichsleiter ausübten - vertraten dabei nahezu sämtliche, auf Oberstufen-Niveau unterichteten Fächer.

Herrn Professor Tinnefelds Überlegungen eröffneten den Teilnehmern dieser Veranstaltung die Möglichkeit zu einem regen Gedankenaustausch, der ihnen zu einer Systematisierung prüfungsdidaktischer Erkenntnisse gereichte. Darüber hinaus hatten sie die Gelegenheit, sich für ihr eigenes – bisher mehr oder weniger – prüfungsdidaktisches Verhalten zu sensibilisieren und zu erkennen, in welchen Bereichen noch Verbesserungen möglich oder auch nötig sind.

In dieser thematisch breit angelegten Veranstaltung wurde deutlich, wie wertvoll die Prüfungsdidaktik nicht nur für dem Fremdsprachenbereich ist, sondern wie dringend ihre fortgesetzte Ausweitung auf die übrigen an Schule und Hochschule unterrichteten Fächer ist.

Die an dieser Fortbildungsveranstaltung teilnehmenden Gymnasiallehrerinnen und -lehrer sahen von sich aus die Notwendigkeit der weiteren Verbreitung prüfungsdidaktischer Erkenntnisse in ihren verschiedenen schulischen Kontexten, um dadurch eine mehr als bisher vonstatten gegangene Einbindung der Prüfungsdidaktik in die Schulwirklichkeit zu erreichen.

Das Faktum, dass die Prüfungsdidaktik gegenwärtig mehr und mehr in das Blickfeld von Schule und Hochschule gerät, ist als sehr positiv zu werten und stellt eine späte – wenn auch nicht zu späte – Konsequenz aus Tinnefelds Monographie Prüfungsdidaktik. Zur Fundierung einer neuen wissenschaftlichen Disziplin – am Beispiel der modernen Fremdsprachen. Aachen (2002) dar.  Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft immer mehr Schulen und Hochschulen Fortbildungen zur Prüfungsdidaktik anbieten und damit die ersten grundlegenden Voraussetzungen zu einer Qualifizierung Ihres Lehrpersonals auf  diesem immens wichtigen Feld schaffen - zumal dieses einen Bereich darstellt, der für die Studienchancen, aber auch die späteren Berufschancen von Schülern und Studierenden von immenser Wichtigkeit ist, der bislang jedoch ungebührlich vernachlässigt wurde. Gegebenenfalls kann diese Enwicklung auch durch die in Kürze escheinende, neue Monographie Tinnefelds über dieses Gebiet gestützt werden.

Die Redaktion 

Gastvortrag von Herrn Professor Tinnefeld an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema “Fachfremdsprachliches Prüfen an der Hochschule “

Herr Prof. Dr. Thomas Tinnefeld hielt am 30. März 2012 auf Einladung der Direktorin des Zentrums für fremdsprachliche und berufsfeldspezifische Kompetenzen (ZfbK) der Justus-Liebig Universität Gießen, Frau Prof. Dr. Susanne Goepferich, im Rahmen des 4. Workshops “Professionelle Fremdsprachenlehre an der Hochschule” zum Rahmenthema Fachfremdsprachenausbildung einen dreistündigen, von interaktiven Anteilen geprägten Gastvortrag zum Thema “Fachfremdsprachliches Prüfen”.

Als eine Tätigkeit, die von nahezu dem gesamten wissenschaftlichen Personal der Hochschulen mehr oder minder regelmäßig durchgeführt werden muss, ist das Prüfen als eine hochgradig wichtige Tätigkeit einzustufen. In seinem Vortrag behandelte Herr Professor Tinnefeld zunächst die wesentlichen prüfungsdidaktischen Prinzipien. Diese stellten die Basis dar für die ausführliche Behandlung der Konzeption schriftlicher Fremdsprachenprüfungen und ihrer verschiedenen Typen sowie ihrer Vor- und Nachteile für Prüfer und Prüflinge. Ergänzt wurden die theoretischen Ausführungen durch praktische Übungen, deren Ziel es war, die Fähigkeiten der Teilnehmer zur Beurteilung der verschiedenen Aufgabentypen und ihrer Erstellung zu verbessern. Die durch den Vortrag und seine praktsischen Anteile erzielte Sensibilisierung der Teilnehmer für Fremdsprachenprüfungen und die didaktische Konzeption dieser zeigte sich in der anschließenden Diskussion.

Obwohl die im Vortrag behandelten Fragen in erster Linie die fachliche Fremdsprachenausbildung betrafen, lassen sie sich jedoch weitgehend unproblematisch auf fremdsprachliches Prüfen im Allgemeinen übertragen.


Die Redaktion